Sonntag, 30. Juli 2017

Samstag, erster Tag – Saturday, first day

Leider sind die technischen Möglichkeiten hier nicht ganz so optimal, darum die ungeordneten Hinzufügung der Bilder.


Fußball begeistert alle Kinder
Pfarrer Martin lobt die Mädels für ihren Fleiß

Die Bäckermeisterin der Schule

Der neue Backofen und seine Bäckermeisterinnen. Wir haben ihnen versprochen, das Rezept von bayrischen Brezn zu senden.
Immer fröhlich die Kinder der Grundschule St. Ritaliza

Tansania Reise 2017 – Tanzania Journey 2017

Schwester Betty Schao von den St. Joseph Sisters in Mombasa/Kenia hat in den 80er Jahren vier Jahre in Regensburg und Altötting Kirchenmusik studiert. Dann arbeitete sie bei Missio München. Aus dieser Zeit ist sie Pfarrer Martin Rupprecht bekannt. So hat sich eine  Partnerschaft aufgebaut, die nun schon 30 Jahre anhält.

Sister Betty Schao of the Saint Joseph Sisters in Mombasa/Kenya spent four years in the 1980s in Regensburg and Altötting (Germany) studying church music. Later on she worked at Missio Munich.
From that time she is familiar with Priest Fr Martin Rupprecht. Upon that acquaintance a partnership was established which now already lasts 30 years.

2001 hat Sr. Betty ein Jahr in der Pfarrei Neufünfhaus in Wien mitgearbeitet. Damals beschloss die Pfarrgemeinde den Neubau einer Schule am Fuß des Kilimandscharo / Tansania mitzufinanzieren. Seither wird die Hälfte der Sternsingeraktion für diese Schule verwendet. Zusätzlich gibt die Stiftung „Jugend fördern – Grenzen überspringen“, die Pfarrer Martin im Jahr 2002 errichtet hat, eine jährliche Unterstützung. Das Ziel der Stiftung ist die Ausbildung und Förderung junger Menschen mit dem Ziel der Völkerverständigung.

In 2001 Sister Betty worked at the parish Neufünfhaus in Vienna for one year. Back then the parish decided to co-finance the construction of a school at the foot of the Kilimanjaro in Tanzania.
Ever since half of the donations collected through annually parish fund raising activities “Sternsinger” is used for the school.

Furthermore the foundation “Jugend fördern – Grenzen überspringen” (“Support youth – overcome borders”), founded by Fr Martin in 2002 also contributes to the support of the school every year.
The goal of the foundation is the education and support of young people alongside the goal of international understanding.

Druch Sr. Betty ist diese Partnerschaft entstanden.
Die Schaukel - auf der ganzen Welt beliebt
Das ist auch der Grund unserer diesjährigen Reise als kleine Gruppe: Julia und Sophie Weinelt, Kira Rosenstingl, Gisela und Dr. Georg Hax, Pfarrer Martin Rupprecht. Wir wollen nicht nur die Schule besuchen, sondern uns generell über die Situation in Afrika informieren und die Möglichkeiten besserer Völkerverständigung. Natürlich interessieren uns die Eigenart afrikanischer Spiritualität, die Art und Weise des Miteinanders in der Gesellschaft, in den Kirchen, die Hoffnung und die Pläne junger Menschen. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Eine Trommel kann man nicht mit einem Finger schlagen.“ Es braucht immer mehrere Leute, damit eine Melodie, ein Rhythmus erklingen kann.

That is also the reason for this years‘ journey of our small group: Julia and Sophie Weinelt, Kira Rosenstingl, Gisela and Dr. Georg Hax, Fr Martin Rupprecht. We do not simply want to visit the school, but inform ourselves about the current situation in Africa and the possibilities of better international understanding. Certainly we are interested in the character of African spirituality, the way of living together in society and in churches, the hope and the plans of young people.
An African proverb says: “A drum cannot be beat with a single finger.” It always takes a group of
people for a melody, a rhythm to sound.

Nicht zuletzt wollen wir nachforschen, welche Möglichkeiten es gäbe, dass junge Menschen aus Österreich und Deutschland eine Zeitlang in Afrika arbeiten und studieren, besonders als freiwilliger Einsatz/ Voluntariat.

Last but not least we want to do research on the possibilities of how young people from Austria and Germany can work and study in Africa for some time, especially as a voluntary service.

Schon in den letzten Jahren waren mehrere junge Menschen aus unseren Pfarrgemeinden für einige Monate in Kenia und Tansania. Ihre Erzählungen und der Gewinn für ihr Leben haben uns motiviert.

During the last years quite a few young adults from the communities of our parishes spent some months in Kenya and Tanzania. Their stories and the enrichment for their lives have motivated us.

Über Istanbul anreisend sind wir am Flughafen Kilimanjaro am Samstag morgen um 2.30 Uhr angekommen. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt empfängt uns Sr. Betty mit ihrem Lachen und Lebensfreude, die so typisch sind für die Menschen hier. Ein Strahlen und Glitzern der Augen.

Travelling with a stopover in Istanbul we arrived at the Kilimanjaro airport on Saturday at 2:30 in the morning. After two hours of driving, Sister Betty welcomes us with her laugh and vitality, which are so typical for the people here. A happy twinkling in her eyes.


Samstag, erster Tag – Saturday, first day

Wir wohnen im Schulzentrum St. Ritaliza am Rande der kleinen Stadt Holili am Fuße des Kilimanjaro. Kinderlachen weckt uns. Heute ist Elternbesuchstag. Die Mamas mit ihren typisch bunten Festtagskleidern sitzen bei den Lehrern um zu hören, welche Fortschritte die Kinder gemacht haben. Während Sr. Betty uns durchs Gelände führt, werden wir überall fröhlich, freundlich, neugierig empfangen. „Jambo, habari gani. Hello, how are you?“ Die Kinder sind nicht scheu. Sofort entstehen Gespräche. „Was willst du einmal werden?“ „Ärztin“!

We are living in the schoolcenter Saint Ritaliza at the outskirts of the small town Holili at the foot of the Kilimanjaro.
Children’s laughter awakens us. Today is parent’s day. The mothers in their typical and colourful best gowns sit next to the teachers to hear about the progress of their children.
While Sister Betty shows around the whole school area we are being welcomed with great joy, interest and curiosity everywhere.
“Jambo, habari gani? Hello, how are you?” The children are not shy. Immediately conversations develop: “What do you want to be when you grow up?” – “A Doctor!”

Das Erste, was uns auffällt ist diese Freundlichkeit, immer begleitet vom Lächeln. Großer Respekt wird uns entgegengebracht, das zeigt sich auch am Händeschütteln. Ununterbrochen mit dem afrikanischen Griff wie wir es aus der Popkultur kennen. Dazu wird die linke Hand auf den rechten Unterarm gelegt, als ein Zeichen der Achtung und des Willkommenseins.

The first thing we notice is this kindness, always accompanied by a smile. Great respect is shown towards us, which can be noticed through the handshakes. Always with the African grasp which we know from the pop culture. For that the left hand is being placed on the right arm, as a sign of respect and welcome.

Wir staunen bei der Runde durch das Schulzentrum: eine einfache Biogasanlage, große Gemüsegärten, Kuh- und Schweinestall, eine Bäckerei und Wasserdepots. Alles ist auf Selbstversorgung ausgelegt und äußerst effizient durchdacht. Zuletzt landen wir auf der Baustelle des neuen Schlaftraktes, der eingeteilt ist in Vier-Bett-Zimmer für insgesamt je 150 Mädchen und Buben.

We are amazed during a round through the school: a simple facility for the production of organic gas, huge gardens with fruits and vegetables, a stable for cows and pigs, a bakery and water depots.
Everything is laid out for self supply and very efficiently planned.
Lastly we are standing on the construction site of the soon to be new dormitories, which will provide space for each 150 girls and boys in four-bed-rooms.




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